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Ambidextrie. Warum HR zunehmend beidhändig agieren muss

  • Writer: katjamoi
    katjamoi
  • Jan 25
  • 2 min read

Anfang Jänner 2026 ist die Jubiläumsausgabe der Zeitschrift "personal manager" des HRM Instituts erschienen. Ich durfte in einem Artikel meine Gedanken teilen um das Spannungsfeld zwischen Stabilität und Fortschritt, in dem sich HR momentan befindet, und welche Skills ich für die Zukunft unserer Profession für unerlässlich halte.


Der Artikel ist derzeit noch ausschliesslich in der Bezahlversion erhältlich (und natürlich in Print), daher vorerst einmal nur ein Auszug.






Viele Unternehmen durchleben aktuell umfangreiche Transformationsprozesse – von der KI-Implementierung über die grüne Transformation bis hin zur Einführung agiler Arbeitsweisen. Wenn HR tiefgreifende Veränderungen wie diese mitgestalten will, darf es nicht nur als „Bewahrer“ auftreten. Gefragt ist ein Personalmanagement, das beidhändig agiert, den Wandel voranbringt und gleichzeitig Sicherheit gibt. Ausgebildet sind viele HR-Verantwortliche dafür nicht.


April 2005, New Haven, CT: mit mir gemeinsam schließen knapp 30 Studierende ein Master-Studium ab, das sie zu HR-Generalist:innen ausgebildet hat. Recruiting, Personalentwicklung, HR Strategie und Retention waren unter anderem die Themen, denen wir uns zwei Jahre lang gewidmet hatten. Jetzt war es für uns an der Zeit, das Gelernte im Unternehmensalltag um- und einzusetzen. Wie meine Kommiliton:innen schaute ich zuversichtlich in die Zukunft, und fühlte mich gewappnet für die Aufgaben, die ich antizipierte. Ich fühlte, dass ich einen soliden Grundstock an Kenntnissen erworben hatte, mit denen ich mein Arbeitsleben langfristig bestreiten kann.

 

Zwanzig Jahre später befindet sich die Arbeitswelt in einer Phase, in der die einzige Konstante der Change ist. Technologische Neuerungen, Marktveränderungen, geopolitische Unsicherheiten und demographische Verschiebungen verändern die Rahmenbedingungen für Unternehmen laufend. Hinzu kommt seit einigen Jahren eine anhaltend schwache Konjunktur, der zunehmend Arbeitsplätze zum Opfer fallen. So haben in den vergangenen Monaten einige große österreichische Unternehmen unterschiedlicher Branchen umfangreichen Stellenabbau angekündigt.  

In dieser Gemengelage greift einiges, was ich an der Universität gelernt hatte, nicht mehr: Modelle, die auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Status quo ausgerichtet sind, reichen nicht aus, um ein Unternehmen stabil zu halten und in die Zukunft zu führen. Stattdessen muss sich Human Resources laufend auf neue Anforderungen einstellen. Die Welt hat sich von VUCA (volatile, uncertain, complex, ambiguous) zu BANI (“brittle” - brüchig, “anxious” - “non-linear”, “incomprehensible” - unverständlich) verändert, und HR ist aufgerufen, Halt zu geben und Haltung zu zeigen, aber zugleich auch Neues zu [...]

 

 
 
 

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